Meret Arnold
Boa Baumann
Fritz Hauser
Die casa delle masche – der italienische Zweit- und Kreativwohnsitz des Musikers Fritz Hauser aus Basel – entfaltet eine ungewöhnliche Verbindung von Licht, Raum und Klang.
Durch die kooperative Herangehensweise mit dem Architekten Boa Baumann entstand ein Haus, bei dem von Beginn weg Raum, Nutzung, Licht und Klang miteinander verwoben wurden.
Dieses Buch ist eine Reise durch Gestaltung und Wahrnehmung: Es erzählt, wie Architektur zu Klang wird, wie Licht zu Komposition, wie ein Haus eine Stimme findet – und wie der Mensch lernt, ihr zu lauschen. Ein poetischer, sinnlicher Blick auf das Zusammenspiel von Stille, Klang, Licht und Ort.
Meret Arnold schreibt über einen Besuch im piemontesischen Haus, Boa Baumann führt ein in die architektonische Vorgehensweise, Fritz Hauser hat die Fotos gemacht und zusammen mit Thomas Gassmann eine Klangspur mit Video produziert, welche über einen QR-Code im Buch abgerufen werden kann.
casa della masche
108 Seiten
Hardcover, Leineneinband
mit Schutzumschlag
Deutsch
Format: 15,2 × 14,8 cm
Fr. 34.– / € 34,–
Erscheint im Februar 2026
ISBN 978-3-9526035-5-0
Peter Woodtli
Zu viel des Guten
Ich wollte nie etwas anderes sein
als ein Mann um damit leben zu können
wie immer du mich nennen magst
Macho Weichei Softie Lüstling
verbittert toxisch profilierungssüchtig
oder alles dazwischen
wie ein Graureiher auf einem Bein
steh ich in diesem Männerleben
mit nichts anderem im Kopf
hüte Geheimnisse
schweige als heiliges Ritual
ich bleibe eine unbekannte Version meiner selbst
und als wäre das nicht schon genug
begann es auch noch zu regnen.
Manche der Gedichte von Peter Woodtli kommen lakonisch daher. Sie beschreiben einen Zustand der Welt, ohne letztere und sich selbst allzu ernst zu nehmen. Zugleich stellt das „Lyrische Ich“ so manches in Frage, was in unserer Gesellschaft selten hinterfragt wird – und so wirken viele Gedichte auf beste Weise unverschlüsselt, sie drücke eine Beobachtung bildhaft aus, verbinden damit eine Aussage, zucken vielleicht einen Moment zurück, um gleich wieder trotzig aufzubegehren: Schaut her, da bin ich; an der langen Leine.
Das Gedicht „Zu viel des Guten“ zum Beispiel, bringt diesen Prozess deutlich zum Vorschein: Die Leserin fühlt sich ertappt, berührt, gefoppt – eine Aufforderung, genau hinzuschauen. Genau zu lesen. Der Poet weiss sich der Sprache zu bedienen und zollt ihr gleichzeitig volle Aufmerksamkeit – ein gelungenes Zusammenspiel von Beobachtungen und philosophischen Betrachtungen. Ein Konvolut, das zum Staunen, Nachdenken, und sich darin Erkennen anregt.
Ruth Loosli, Schriftstellerin
Das blaue vom Himmer… und zurück
112 Seiten
Hardcover
Deutsch
Format: 13,2 × 21.5 cm
Fr. 37.– / € 27,–
Erscheint im Frühling 2026
ISBN 978-3-9526035-6-7
Die Zeichnung ist ihr wichtigstes Ausdrucksmittel. Anna B. Wiesendanger arbeitet nach dem Grundsatz, mit einfachsten Mitteln immer wieder ein Stück ihrer Umgebung neu entstehen zu lassen.
Was ihr der Alltag vor Augen hält oder was aus Zeitung, Fernsehen oder erkenntnistheoretischen Schriften im Gedächtnis haften bleibt, findet ab den frühen 1980er-Jahren einen Niederschlag auf dem Papier. Das Haus – von innen, von aussen, im expressiven Duktus oder sorgfältig nachgezeichnet – bestimmt den Ort der menschlichen Figur und nicht zuletzt der Frau. Zwischen schiefen Wänden, zwischen Bett, Regal und Jalousien liegt und windet sich die Figur; über mehrere Blätter entspinnt sich zornig zärtlich ein Kaleidoskop ihrer schlaflosen Nacht. Protagonistinnen der antiken Mythologie richten sich ein in der technisierten Architektur,
Aanä – Ein Buch fürs Ohr
AANÄ ist keine CD-Produktion im herkömmlichen Sinne. Der Musikmarkt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verändert und entfernt sich immer mehr von physischen Tonträgern wie CD oder Vinyl, die Musik wird grösstenteils digital konsumiert.
Aanä denkt darum diesen Gedanken konsequent weiter und wird nicht als Tonträger auf CD oder Vinyl erscheinen, sondern als Buch – mittels welchem die Musik online zugänglich ist. Denn wie man sich Zeit nimmt, sich hinzusetzen und ein Buch zu lesen, soll auch dieses Album dazu
einladen, sich Zeit zu nehmen und die Musik auf sich wirken zu
lassen.
Tauchen Sie ein in die poetische und naturverbundene Welt des schwedischen Autors Bengt Emil Johnson. In den «Aussichten vom Saxberget» verbindet er meisterhaft Essay, Gedicht und Kolumne
und fängt mit seiner transparenten Sprache die Schönheit, das
Geheimnis und die Vergänglichkeit der Natur ein.
Das Buch ist eine Reise durch schwedische Wälder, Moore, Jahres-
zeiten und Literaturgeschichten. Seine Begleiterin ist Fancy, Golden Retriever, sie wittert, was er noch nicht weiss. Zusammen erkunden die beiden das unbestimmte Wunderbare des Lebens. Feinsinnige, lyrische Texte verbinden sich mit Reflexion, Philosophie, Kultur- und Weltgeschichte.
Aus dem Schwedischen übersetzt und mit einem Nachwort von Lukas Dettwiler, bietet dieses Werk eine poetische Brücke zwischen Natur und Kultur und eine Einladung, die flüchtigen Momente des Lebens bewusst wahrzunehmen. Ein literarisches Juwel.
Bengt Emil Johnson (1936–2010) gehört zu den herausragenden Schriftstellern der schwedischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Der gelernte Komponist und Pianist arbeitete ein Leben lang hauptberuflich als Radiomann. Mit seinem Aufsehen erregenden Debut «Hyllningarna» von 1963 galt er als der Begründer der Lautpoesie in Schweden. Von 1956 bis 1962 hatte er bei Knut Wiggen, dem nordischen Pionier elektroakustischer Musik, Komposition und Klavier studiert. Während knapp vierzig Jahren war er Mitarbeiter beim Schwedischen Rundfunk (Sveriges Radio). Seine Lyrik geniesst höchste Achtung
in Skandinavien.
Aussichten vom Saxberget
152 Seiten
Hardcover, Leineneinband
Deutsch
Format: 15,5 × 23 cm
Fr. 34.– / € 34,–
Erscheint im Herbst 2025
ISBN 978-3-9526035-3-6
Der Verlag präsentiert das zweite Projekt mit der in Basel lebenden Künstlerin Verena Thürkauf. Ihr Werk ist geprägt von einer grossen Klarheit und Tiefe, ohne sich in einem einzigen Moment vollständig
entschlüsseln zu lassen. Die Arbeiten bewegen sich an den Rändern des Zeigbaren und am Saum der Sprache, verbinden Rationalität mit Leichtigkeit, Fragilität und Verletzlichkeit.
Das Leporello steht in diesem Projekt im Mittelpunkt. Es ist mehr als nur ein Buch: ein Modell, ein Gehäuse, ein Paravent – flexibel, vielgestaltig und in Bewegung. Seine Formen spielen mit Raum und Perspektive, öffnen neue Blickwinkel und laden
zum Entdecken ein.
Verena Thürkauf, geboren 1955 in Basel, studierte bei Arnulf Rainer an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Damals begann sie, ihr eigenes gestisches Zeichnen weiter zu entfalten – über das konzeptuelle Vorgehen, das sich ab 1995 mit der Verwendung von Sprache und ab 1999 auch im Bereich Kunst und Bau manifestierte.
Mit grosser Energie und Neugier hat sie ihr Werk stets weiterentwickelt. Mit ihrem performativen und gestischen Umgang mit dem Medium Zeichnung sucht sie immer wieder neue Formen und Wege der bildnerischen Darstellung, die mit grosser Experimentierfreude einhergeht. Mit ihren Werken fordert sie die Wahrnehmung heraus und erzeugt durch formale Arrangements Wirkungen, die über das Sichtbare hinaus von Bedeutung sind.
Echoräume
Verena Thürkauf
Text: Isabel Zürcher
Fotografie: Serge Hasenböhler
Flatorello
32 Seiten
Format: 16 × 23 cm
Fr. 28.– / € 28,–
2025
ISBN 978-3-9526035-4-3
Himmelsbrocken, Salztürme
und Fruchtbarkeitsbomben
Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger
Im komplett neu gestalteten Kopfbau des Hotel Trois Rois in Basel wird im September 2025 das Restaurant Banks eröffnet. Über dem Bartresen des neuen Restaurant hängt das poetische Kunstwerk «Fliegendes Riff» der Künstler Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger: eine Vegetation im Dazwischen, federleicht, detailverliebt und voller Geschichten. Ein Wundergarten aus Fundstücken ihrer Reisen um die Welt und aus ihrer Vorratskammer im Basler Jura, verwachsen mit Gaben aus dem traditionsreichen Hotel.
Das Booklet, Herausgegeben vom Hotel Trois Rois gibt einen Einblick
in diese fulminante Kunstinstallation.
64 Seiten, 38 Abbildungen
Softcover mit Leinenumschlag
Format: 13 × 19,5 cm
Herausgeber: Grand Hotel Les Trois Rois
Fr. 24.– / € 24,–
ISBN 978-3-9526035-2-9
Neue visuelle Erlebnisse setzen die verstorbene Künstlerin und ihre Relevanz für die heutige Kunstszene in ein neues Licht.
Ausstellung im Kunsthaus Zofingen:
15. März bis 15. Juni 2025
Mitwirkende Künstler und Künstlerinnen:
Peter Aerschmann, Nici Jost, Augustin Rebetez, Ana Vujić.
Eva Aeppli (1925–2015) war eine Schweizer Materialkünstlerin. 2025 würde die herausragende Künstlerin den 100. Geburtstag feiern; auch ihr Todestag jährt sich zum 10. Mal. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit, der Künstlerin in ihrer Geburtsstadt Zofingen eine Ausstellung und eine Publikation zu widmen.
Zentrale Werke von Eva Aeppli werden Kunstwerken von zeitgenössischen Künstler:innen gegenübergestellt. Sie eröffnen einen interessanten künstlerischen Dialog: Installationen, Videoarbeiten, Malerei und Zeichnung stehen miteinander in Beziehung und beeinflussen die Werke von Eva Aeppli aus den 1960er- bis in die 1990er- Jahre. Peter Aerschmann, Nici Jost, Augustin Rebetez und Ana Vujić setzen in Gegenüberstellung mit Aeppli neue visuelle
Impulse und zeigen die Relevanz Eva Aepplis für die heutige Kunstszene.
Eva Aeppli, * 2. Mai 1925 in Zofingen; † 4. Mai 2015 in Honfleur, Frankreich, schuf ein Werk von grosser Intensität, das die Tiefen der menschlichen Psyche erkundet. Ihre Arbeiten umfassen Kohlezeichnungen, grossformatige Gemälde, Stofffiguren und Bronzeköpfe. Mit Jean Tinguely, ihrem Ehemann von 1952 bis 1961, schuf sie gemeinsame Skulpturen. Bekannt wurde sie durch lebensgrosse Textilpuppen aus Seide und Samt, die Themen wie Trauer, Einsamkeit und Tod behandelten.
Eva Aeppli im Dialog
108 Seiten, 70 Abbildungen
Hardcover
Format: 16,5 × 22,5 cm
Herausgeber: Kunsthaus Zofingen
Fr. 32.– / € 32,–
ISBN 978-3-9526035-1-2
Die klaren Linien und die sorgfältige Gestaltung der Motive verleihen den Arbeiten eine besondere Intensität.
Ihre präzisen Schnitte fangen die Emotionen und die innere Welt der Protagonistin ein.
Ich dachte immer, dass ich gerne allein bin, aber in «meinem sicheren Raum», in dem ein Zustand vertrauter Stille herrschen sollte, ist es nicht mehr dasselbe, es fühlt sich jetzt so an, als ob ich mich inmitten vieler fremder Augen und Gesten befinde. Dieses Gefühl wahrer Einsamkeit, ohne dass die Gestalt eines Menschen hinter dem Horizont hervorschaut, ist das Tor zu einem ungezähmten, vernachlässigten Garten, der mit dem Dickicht der eigenen Komplexität gefüllt ist. Das ist der Garten deines wahren Selbst, ohne eine Rolle spielen zu müssen. Denn schliesslich gibt es niemanden, vor dem man spielen muss. Auch ich habe die Schwelle überschritten und bin durch den dichten eigenen Garten gegangen. «Monsters of Loneliness» ist eine Sammlung von Linolschnitten, die widerspiegeln, was ich an diesem Ort erlebt habe.
Sylwia Zawiślak wurde 1991 in Rzeszów, Polen, geboren. Sie schloss 2015 mit einem Master in Grafik ab. Gewinnerin des ersten Preises bei der 9. Paweł Steller Review of Linocut and Woodcut Exlibris in Katowice. Sie arbeitet hauptsächlich mit dem Linolschnitt, einer der Techniken der Reliefdruckgrafik. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit dem Zustand des modernen Menschen und den Prozessen in der modernen Gesellschaft auseinander. «Monsters of Loneliness» entstand während ihres Künstleraufenthalts in Basel, Schweiz.
Monsters of Loneliness
64 Seiten, 26 Abbildungen,
Hardcover
Abbildungen schwarz-weiss,
teilweise geprägt
Englisch, Deutsch, Polnisch
Format: 10,5 × 14,5 cm
Fr. 32.– / € 32.–
Frühling 2025
ISBN 978-3-9526035-0-5
Beat Breitenstein schafft filigrane Kunst mit der Kettensäge.
Beat Breitenstein arbeitet seit 40 Jahren als freischaffender Künstler. Schuf er anfänglich Kleinskulpturen, entstanden mit der Zeit monumentale Plastiken für den Aussenraum. Aus alten, geschichtsträchtigen Eichen erschuf er riesige Kunstwerke, welche über
Jahrzehnte die Menschen erfreuen. An verschiedenen Orten aufgestellt, bilden sie einen spannenden Kontrast zur Umgebung.
Daneben verarbeitet Breitenstein Eichenholztafeln virtuos mit der Kettensäge zu beeindruckenden Wandbildern. Harmonische Skulpturen sowie vergoldete Eichenblätter, zu grossen Bildern zusammengefügt, runden sein Werk ab. Als Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens mit der Eiche erscheint eine Monografie mit Texten und Fotografien, vor-
wiegend von Martin P. Bühler, aus allen Phasen seines Lebens und seines Werks.
Beat Breitenstein, 1954 geboren in Sissach. Ausbildung zum Modedesigner in Norwegen von 1976 bis 1981. Von 1981 bis 1993 tätig als Modedesigner in der Schweiz. Seit 1993 lebt und arbeitet er als freischaffender Bildhauer in Ins (CH), sowie von 1997 bis 2001 mit zusätzlichem Atelier in Stuttgart (D). Regelmässige Einzel- und Kollektivausstellungen im In- und Ausland. Kunst amBau, Teilnahme an internationalen Symposien, Kunstmessen und Museumsausstellungen.